Revisionsarbeiten zur ISO 14001
In der Weltkonferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (1992) wurden die Weichen auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung gestellt.
In der Agenda von Rio sind alle Themen aufgelistet, die der Bearbeitung bedürfen. Im Umweltbereich wurde das Fehlen von Normen festgestellt. Daher wurde eine Gruppe von Experten beauftragt, Vorschläge für die Normungsarbeit zu Umweltthemen bei der International Standards Organization (ISO) zu entwickeln. Auf der Basis dieser Vorschläge nahm dann bei ISO ein neu gegründetes Gremium – das technische Komitee/Technical Committee Umweltmanagement (TC 207) – im Jahre 1993 seine Tätigkeit auf. Im Jahre 1996 wurde die ISO 14001 erstmals herausgegeben.
Die ISO 14001 hat seit der Veröffentlichung der Erstausgabe 1996 weltweit große Bedeutung erlangt. Deutschland befindet sich mit an der Spitze der Länder mit den meisten zertifizierten Unternehmen.
ISO/TC 207 startet Revisionsarbeiten zur ISO 14001: Der Startschuss fiel am 20. Februar 2012 im DIN e. V., Berlin. Die neu gegründete internationale Arbeitsgruppe ISO/TC 207/SC 1/WG 5 hat in einer dreitägigen Sitzung die Grundpfeiler zur Überarbeitung der ISO 14001 gesetzt. Die Sekretariatsführung liegt bei DIN (Deutschland) und BSI (Vereinigtes Königreich).
Bereits vor eineinhalb Jahren wurde im übergeordneten Subkomitee (SC 1) mit den Vorbereitungen zur Revision der ISO 14001 begonnen.
Es wird bei der Überarbeitung der ISO 14001 sehr viel Wert auf eine gute Einbindung der Schwellen- und Entwicklungsländer gelegt. Durch Web- und Telefonkonferenzen und, wenn möglich, die Aufzeichnung von Sitzungen soll die Sitzungsteilnahme erleichtert und der Normungsprozess transparent gestaltet werden. Der NAGUS-Arbeitsausschuss NA 172‑00‑02 AA "Umweltmanagement/Umweltaudit" wird sich sehr intensiv an der Novelle der ISO 14001 beteiligen, da in Deutschland rund 6.000 Unternehmen und Organisationen gemäß dieser Internationalen Norm zertifiziert sind.